Warum Monatspakete besser funktionieren als ein Stundensatz
Wenn ein Unternehmen nach Social Media Manager Kosten fragt, denkt es oft zuerst an einen Stundensatz. Für dich ist das selten das beste Modell. Wer nach Stunden abrechnet, verkauft Zeit. Je schneller du wirst, desto weniger verdienst du, und mit AI wirst du schnell.
Dein Kunde denkt außerdem kaum in Stunden. Die Inhaberin eines Cafés will ein Profil, das gepflegt aussieht, und Gäste, die nach einem Post vorbeikommen. Wie lange du für ein Reel brauchst, spielt für sie keine Rolle. Ein Monatspaket beschreibt genau das, was sie bekommt.
Dazu kommt Planbarkeit. Du weißt am Monatsanfang, was reinkommt, und dein Kunde weiß, was er zahlt. Stundenzettel und Diskussionen über einzelne Posten fallen weg.
Zur Einordnung meine eigenen Zahlen: Ich betreue 37 Unternehmen, die mir jeden Monat zwischen 1.000 und 2.500 € für Social Media zahlen. Das ist mein Stand. Welcher Preis für dich passt, hängt von deiner Nische, deinem Leistungsumfang und deiner Erfahrung ab.
Was in ein Social Media Paket gehört
Ein gutes Paket deckt alles ab, was ein Profil braucht, um regelmäßig präsent zu sein. Diese fünf Bausteine bilden bei mir die Grundlage:
- Strategie: Zielgruppe, Themen, Tonalität und Ziele. Das legst du zu Beginn fest und prüfst es regelmäßig.
- Content-Erstellung: Posts, Reels, Storys und Captions. Hier steckt der größte Teil der Arbeit.
- Posting: Planen und Veröffentlichen zu festen Zeiten, inklusive Hashtags und Standort.
- Community-Management: Kommentare beantworten, Nachrichten sichten, auf Erwähnungen reagieren.
- Reporting: Ein kurzer Monatsbericht mit den wichtigsten Zahlen und deinen Empfehlungen für den nächsten Monat.
Schreib jeden Baustein konkret in dein Angebot: wie viele Posts, welche Formate, wie oft du in die Kommentare schaust. Je klarer die Leistung beschrieben ist, desto leichter fällt später das Gespräch über Extras.
Pakete in Stufen staffeln: Start, Wachstum, Premium
Drei Stufen geben deinem Kunden eine Wahl. Er vergleicht deine Pakete miteinander und entscheidet sich für das, was zu seinem Ziel passt.
Start
Ein Kanal, eine feste Zahl an Posts pro Monat, einfache Formate. Community-Management heißt hier: Kommentare beantworten. Dieses Paket passt zum Friseursalon, der bisher kaum postet und erst einmal sichtbar werden will.
Wachstum
Mehr Content, dazu Reels und Storys, aktive Betreuung der Nachrichten und ein Strategie-Termin pro Quartal. Bau diese Stufe so, dass sie für die meisten Kunden die vernünftige Wahl ist. Sie ist dein Kernpaket.
Premium
Zwei oder mehr Kanäle, Content-Produktion vor Ort, monatliche Strategie-Calls und kurze Reaktionszeiten. Das passt zum Makler, der über Social Media gezielt Verkäufer und Käufer gewinnen will.
Die Euro-Beträge pro Stufe legst du selbst fest. Achte darauf, dass der Abstand zwischen den Stufen spürbar ist und jede Stufe einen klaren Grund hat, mehr zu kosten.
So leitest du deinen Preis her
Ob ein Kunde nach dem Preis für eine Social Media Betreuung fragt oder wissen will, was Social Media Management kostet: Deine Antwort basiert auf drei Faktoren.
1. Dein Aufwand
Liste jede Aufgabe für einen Kunden über einen Monat auf: Abstimmung per Mail, Fotos im Laden, Schnitt in CapCut, Captions, Kommentare, Report. Schätze die Zeit pro Aufgabe und plane einen Puffer für Korrekturschleifen ein. Multipliziere die Summe mit dem Betrag, den du pro Stunde mindestens verdienen willst. Das ist deine Untergrenze, und diesen Wert sieht dein Kunde nie.
2. Das Ergebnis für deinen Kunden
Frag dich, was ein neuer Kunde für das Unternehmen wert ist. Eine Physiopraxis gewinnt mit einem guten Profil Patientinnen und Patienten, die oft monatelang wiederkommen. Ein Makler kann mit einem einzigen Auftrag, der über Instagram kommt, deine Betreuung für lange Zeit bezahlen. Je höher dieser Wert, desto mehr Spielraum hast du nach oben.
3. Deine Nische
Wenn du dich auf eine Branche spezialisierst, kennst du ihre Kunden, ihre Sprache und ihre typischen Fragen. Das spart dir Zeit und gibt deinem Kunden Sicherheit. Als Spezialist für Physiopraxen kannst du deshalb mehr verlangen als jemand, der für alle alles macht.
Wenn du unsicher bist, wo deine Zahl liegen sollte, gehen wir sie im kostenlosen Strategie-Call gemeinsam durch.
Wie AI deinen Aufwand senkt und deine Marge erhöht
Hier entscheidet sich deine Marge. Dein Kunde zahlt für das Ergebnis. Lieferst du dasselbe Ergebnis in weniger Zeit, bleibt dir mehr vom Paketpreis.
So sieht das in meinem Alltag aus:
- ChatGPT oder Claude liefern erste Entwürfe für Captions, Hook-Varianten und Redaktionspläne.
- In Canva baust du einmal Vorlagen im Design des Kunden und füllst sie danach nur noch.
- Mit CapCut schneidest du Reels schneller und erstellst Untertitel automatisch.
- Für das Reporting fasst AI die Zahlen zusammen und formuliert eine erste Auswertung.
AI liefert Entwürfe. Den Feinschliff, die Markenstimme und das Gespür für den Kunden bringst du ein, und genau dafür zahlt er. Mehr dazu, wie du KI im Alltag einsetzt, findest du im Ratgeber KI im Social Media Management.
Was du mit der gewonnenen Zeit machst, entscheidest du. Du kannst mehr Kunden betreuen oder bei gleicher Kundenzahl entspannter arbeiten.
Typische Fehler bei der Preisgestaltung
Zu billig starten
Ein niedriger Einstiegspreis fühlt sich sicher an. Er zieht aber oft Kunden an, die jede Rechnung hinterfragen. Eine spätere Erhöhung fällt dann doppelt schwer. Starte mit einem Preis, hinter dem du stehen kannst, und biete im Zweifel eine kleinere Stufe an.
Alles inklusive
„Alles inklusive“ klingt großzügig. In der Praxis bedeutet es unbegrenzte Korrekturen, Nachrichten am Sonntag und spontane Sonderwünsche. Begrenze die Leistung klar, zum Beispiel mit einer festen Zahl an Korrekturschleifen pro Post.
Keine Mindestlaufzeit
Social Media braucht Zeit, bis Ergebnisse sichtbar werden. Ohne Mindestlaufzeit kündigt ein Kunde womöglich genau dann, wenn deine Arbeit zu wirken beginnt. Vereinbare eine Laufzeit, in der sich Ergebnisse zeigen können, und halte sie im Vertrag fest.
Extras nicht abrechnen
Ein Fotoshooting vor Ort, Werbeanzeigen, ein zusätzlicher Kanal, die Begleitung eines Events: Das sind Zusatzleistungen. Lege dafür feste Preise fest und nenne sie, bevor du loslegst. Wer einmal ein Shooting gratis bekommt, erwartet es beim nächsten Mal wieder.
So nennst du deinen Preis im Gespräch
Der Preis kommt am Ende. Vorher verstehst du das Problem deines Kunden. Meinen ersten zahlenden Kunden habe ich mit einem einfachen Profil-Check für einen Laden in meiner Stadt gewonnen. So ein Check zeigt dem Kunden konkret, wo er steht, und danach fällt das Gespräch über Geld leichter.
So gehst du vor:
- Fasse zusammen, was dein Kunde erzählt hat: sein Ziel, sein Problem, seine Ausgangslage.
- Stell die passende Stufe vor und erkläre, was sie konkret liefert.
- Nenne die Zahl in einem Satz. Dann schweigst du und wartest.
- Bei Einwänden passt du den Umfang an. Den Preis für die Leistung lässt du stehen.
Entschuldige dich nicht für deinen Preis und erkläre ihn nicht dreimal. Ein ruhiger Satz wirkt souveräner als jede lange Begründung. Wie du überhaupt an diese Gespräche kommst, liest du im Ratgeber Kunden finden als Social Media Manager.
Dein nächster Schritt
Nimm dir heute eine Stunde und skizziere deine drei Stufen. Schreib für jede auf, was drin ist, was nicht drin ist und was Extras kosten. Danach rechnest du deinen Aufwand durch und prüfst, ob die Zahl zu deiner Nische passt.
Wenn du dabei Begleitung willst: In The Creating Society arbeite ich mit der TCS-Methode aus Create, Connect und Scale. Du gehst 7 Bausteine durch, von der Nische bis zum ersten Kunden. Dazu kommen ein eigener AI Agent, wöchentliche Live-Calls und 1:1-Gespräche.
Buch dir einen kostenlosen Strategie-Call. In 30 Minuten schauen wir gemeinsam auf deine Situation und deine Preise.
Häufige Fragen
Was kostet Social Media Management?
Das hängt von Umfang, Nische und Erfahrung ab. Meine 37 Kunden zahlen mir jeden Monat zwischen 1.000 und 2.500 €. Deinen eigenen Preis leitest du aus deinem Aufwand, dem Ergebnis für den Kunden und deiner Nische her.
Soll ich meine Preise auf der Website veröffentlichen?
Du kannst einen Einstiegspreis mit „ab“ angeben. Das filtert Anfragen, die nicht zu dir passen. Die genauen Pakete besprichst du im Gespräch, weil jeder Kunde andere Anforderungen hat.
Wie erhöhe ich meine Preise bei bestehenden Kunden?
Kündige die Erhöhung früh an und verbinde sie mit einem konkreten Grund, etwa neuen Formaten oder einem größeren Umfang. Neue Kunden starten direkt zum neuen Preis. So steigt dein Umsatz pro Kunde Schritt für Schritt.
Brauche ich für Monatspakete eine eigene Agentur?
Nein. Du kannst als Einzelperson mit Monatspaketen starten. Wenn du später mehr Kunden betreust und Aufgaben abgibst, lohnt sich der Schritt zur eigenen Agentur. Wie das geht, zeige ich dir im Ratgeber Social Media Agentur gründen.
Alle Zahlen in diesem Artikel sind meine eigenen Ergebnisse und keine Zusage für deine. Was du erreichst, hängt von deiner Nische, deiner Umsetzung und deiner Zeit ab.